Die Geschichte des Reisens

 

Die Geschichte des Reisens

 

Menschen sind immer schon gereist, nur nicht schon immer so, wie wir das heute kennen. Zu Beginn waren die Menschen Nomaden – sie zogen von einem Ort zum nächsten. Aber natürlich ist das nicht das, was wir unter reisen verstehen. Die ersten „richtigen“ Reisen waren wahrscheinlich die Wallfahrten zu den Tempeln in Ägypten. Auch zu den Zeiten der Römer wurden gereist und das sogar schon recht komfortabel, da das Straßennetz im römischen Reich schon recht ausgebaut war und auch sehr gepflegt wurde. Eines dürfen wir hier natürlich nicht vergessen. Die Reisen wurden komplett zu Fuß zurückgelegt, da sich nur wenige eine Kutsche oder ähnliches leisten konnten. Wurden so 20-35 km am Tag zurückgelegt, so war das schon viel und es konnte Tage, Wochen oder auch Monate dauern, bis man sein Ziel erreichte.

 

Auch im Mittelalter war, neben den Handelsreise, die Wallfahrt die üblichste Art des Reisens. Wie wir spätestens seit Hape Kerling alle wissen, ist einer der bekanntesten Pilgerwege der Jakobsweg. Heute ist die Reise dorthin, auch wenn sie nach wie vor zu Fuß zurückgelegt wird, allerdings einiges angenehmer.

 

Bis zur Neuzeit war es gefährlich zu reisen, ab dem 16. Jahrhundert änderte sich das langsam. Die Ära der Forschungs- und Bildungsreisen begann, zu Land und auch zur See. Amerika war bereits entdeckt, aber die Weltkarte hatte ansonsten noch viele weiße Flecken.

 

Wenn ich mir vorstelle, wie das damals war, gerate ich ins Träumen. Wie war das wohl auf einem der Schiffe zu sein und plötzlich neues Land, neue Tiere und Pflanzen zu entdecken? Wie sehr war man Gefahren ausgesetzt und wie meisterte man sie? Spannend war reisen schon immer.

 

Im 20. Jahrhundert war alles auf einmal so einfach. Man reiste mit dem Auto, das Flugzeug kam später als Reisemittel dazu, die Bahn, das Schiff – alles Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, aber die gesamte Entwicklung bis dahin fasziniert mich sehr.

 

Heute kann jeder reisen – egal ob jung oder alt – egal, ob man viel Geld hat oder wenig – wie heißt es so schön „Man braucht nicht viel Geld zum Reisen, reisen macht reich“ – die Möglichkeiten, die wir heute haben, sind unvorstellbar, fast grenzenlos. Für jeden Geschmack, für jeden Wunsch gibt es das passende Angebot.

Und bevor ich allzu sehr ins schwärmen gerate, lassen Sie mich mit Erich Kästner schließen „Nur unterwegs erlebt man das Gefühl märchenhafter Verwunschenheit“.

 

 

 

Eure Pippi von der Traumfabrik

 

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